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Social Media Plattformen – asoziale Netzwerke?

Social Media Plattformen: Als ich Kind war, hieß mein soziales Netzwerk “Draußen”.

Das Wichtigste vorweg: Jeder vierte Deutsche empfindet Niedergeschlagenheit und Neid nach extensiver Nutzung von Social Media Plattformen Facebook, Instagram und Co. Das ist das bedeutsamste Ergebnis einer von Kaspersky Lab durchgeführten Umfrage.

Viele Menschen, die soziale Medien nutzen, unternehmen verzweifelte Anstrengungen, um “Likes” von Anhängern zu erhalten, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Der Social-Media-Boom macht es nach wie vor einfacher denn je, mit Menschen, die uns nahestehen, in Kontakt zu bleiben.  Natürlich in Echtzeit. Aber nicht “in echt.”

Willkommen im wirklichen Leben.

Doch mit dem Aufblühen der neuen Sozialen Netzwerke und der Fähigkeit, mit jedem und jeder jederzeit in Verbindung zu stehen, könnten die Interaktionen zwischen echten Menschen im realen Leben heftige Rückschläge erleiden.

Eine kürzlich vom Kasperksy Lab durchgeführte globale Studie zeigt, dass die Nutzer von Social Media Plattformen ihr Verhalten radikal geändert haben. Aufgrund der neu entdeckten Fähigkeit, ständig online zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben, interagieren sie weniger von Angesicht zu Angesicht als in der Vergangenheit. In der Studie fanden die Forscher heraus, dass etwa ein Drittel der Menschen weniger mit ihren Eltern (31%), Partnern (23%), Kindern (33%) und Freunden (35%) kommunizieren, weil sie ihnen in sozialen Medien sehr einfach folgen können.
Dies kann in einer Welt, in der es attraktiver ist, sein Leben online so zu präsentieren, das es perfekt erscheint, mehr schaden als nützen.

Facebook – Weil jeder wissen sollte, wann ich Stuhlgang habe.

“Unter bestimmten Umständen nehmen sie ihre Online-Kommunikation als ‘hyper-persönliche Kommunikation’ wahr und können so die Botschaften in sozialen Medien falsch lesen und überinterpretieren”, sagte Dr. Astrid Carolus, Medienpsychologin an der Universität Würzburg. “Wir fühlen uns ihnen besonders nahe, blenden das eher Negative aus, konzentrieren uns auf die möglichen positiven Absichten hinter einer Botschaft und überinterpretieren sie.“

Die Studie wurde vor etwa drei Jahren unter 16.750 Teilnehmern durchgeführt, gleichmäßig verteilt auf Männer und Frauen im Alter von mindestens 16 Jahren aus 18 Ländern. Sie wurden jeweils online befragt.

Die Teilnehmer wurden zu den Arten von Postings befragt, die sie in sozialen Medien veröffentlichen, sowie zu den Arten von Beiträgen anderer, die ihre Stimmung positiv oder negativ beeinflussen. Sie wurden auch zu Aktionen befragt, die sie tun könnten, wenn sie mehr “Likes” von ihren Anhängern erhalten würden. Das schloss solche Punkte ein, wie das Veröffentlichen anzüglicher Fotos von Freunden oder Kollegen oder die Preisgabe sensibler Informationen über jemand anderen.

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Wer mit Eifer sucht, was Leiden schafft: Social Media Plattformen

Viele Teilnehmer machten deutlich, dass soziale Medien sie auf andere eifersüchtig machen. Fast 60 % der Teilnehmer waren der Ansicht, dass ein Freund oder eine Freundin ein besseres Leben als ihr eigenes führe. Das ergab sich einfach dadurch, dass sie die Aktivitäten dieses Freundes in sozialen Medien sahen. Fast die Hälfte war verärgert, nachdem sie Fotos von einer fröhlichen Feier eines Freundes gesehen hatten.

Die Studie fand auch heraus, dass “Menschen in soziale Medien eintauchen, um sich besser zu fühlen”. Die Hälfte der Teilnehmer gab an, Social Media Plattformen als Mittel zum Posten optimistischer Dinge zu nutzen, und 61% sagten, sie würden dann Dinge posten, die sie zum Lächeln bringen.

Facebook ist wie Alkohol! Man ist offener, redet Mist, wird süchtig und einem gefällt alles, egal wie blöd es auch sein mag.

Die Forscher stellten schließlich fest, dass viele Menschen schädliche Anstrengungen unternehmen, nur um “Likes” von ihren „Freunden“ zu erhalten.

“Diese Studie hat uns gezeigt, dass die Menschen versucht sind, mehr Informationen zu teilen und sich selbst und die Menschen, die ihnen wichtig sind, in Gefahr zu bringen, um mehr Sympathien zu erzeugen und sich besser zu fühlen, wenn sie mehr Zeit in sozialen Medien verbringen”, schlossen die Autoren.

Zu den Ergebnissen der Studie über die Social Media Plattformen gehört unter anderem Folgendes:

  • 61% der Teilnehmer fühlten sich schlechter, nachdem sie herausgefunden hatten, dass jemand sie “entfreundet” hatte, und 59% waren verärgert, nachdem jemand einen negativen oder kritischen Kommentar zu ihrem Profil gepostet hatte.
  • 57% sagten, dass sie nach dem Besuch von Social Media das Gefühl hatten, dass jemand, dem sie folgen, ein besseres Leben hätte, als sie selbst.
  • 59% fühlten sich traurig, nachdem sie Fotos von einer Party gesehen hatten, an der sie nicht teilgenommen hatten, und 45% waren unglücklich, nachdem sie Fotos vom fröhlichen Urlaubsausflug eines Freundes gesehen hatten.
  • 58% waren verärgert über ein Foto, das ein Freund von ihnen online gestellt hatte und das sie nicht veröffentlicht haben wollten
  • 54% waren verärgert, wenn niemand ein von ihnen veröffentlichtes Foto mochte oder kommentierte
  • 42% waren eifersüchtig, wenn sie sahen, dass ein Freund mehr „Likes“ oder Kommentare hatte als bei einem Status-Update
  • Nur 31% der Menschen stört es nicht, wie viele „Likes“ sie auf einen Post erhalten
  • 24% der Männer gaben an, dass sie sich Sorgen machen, dass ihre Freunde sie für unbeliebt halten, wenn ihnen nur wenige gefallen, im Vergleich zu einem von sechs (17%) Frauen.

Hör auf zu fragen – lies meine Facebook-Chronik, dort steht alles.

Um mehr „Likes“ zu erhalten, sagten 32% der Männer, dass sie etwas Lustiges über einen Freund posten würden, im Vergleich zu 21% der Frauen.

Die Social Media Plattformen haben zu einer Art Teufelskreis der Freude geführt. Wir wollen dort andere möglichst oft an unseren schönen Erlebnissen teilhaben lassen, vielleicht auch damit ein wenig angeben. Aber genau das machen alle anderen auch.

Diese geballte Häufung von Spaß und Freude lässt uns glauben, dass andere das Leben mehr genießen können als wir selbst. Der neue Cyber-Neid hat Folgen: Wir werden leichtsinnig und posten immer mehr persönliche, auch teils sensible Informationen.
Dieser Leichtsinn spielt Cyberkriminellen beispielsweise für Phishing-Attacken in die Hände und begünstigt “social hacking”.

Letztendlich täten wir gut daran, uns daran zu erinnern, dass die auf Social Media Plattformen hochgeladenen Inhalte höchst beabsichtigt sind. Es handelt sich um eine idealisierte Version der Realität, mit der sich nur wenige identifizieren können. Deshalb sollten wir uns nicht mit der Online-Präsenz unserer Mitmenschen vergleichen, denn die Person, die Sie in den sozialen Medien sehen, ist wahrscheinlich zum Teil auch fiktiv. Solange wir auf weitere Ergebnisse in Bezug auf die Nutzung sozialer Medien und die psychische Gesundheit warten, sollten wir vorerst nur das tun, was Sie glücklich macht.

 

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